Max Holste Broussard
  • Pilot: Peter Horsch
  • Stationiert: Mannheim
  • Baujahr: 1950ér Jahre
  • Motor:9-Zylinder-Sternmotor Pratt & Whitney R-985-AN-1/AN-14B
  • Leistung: 450 PS
  • Max. Startmasse: 2700kg

Broussard "Charly Alpha"

Die Max Holste MH.1521 Broussard wurde Anfang der 1950er Jahre von der Société des Avions Max Holste im Auftrag des französischen Militärs als Vielzweck-Flugzeug konstruiert. Als französische Interpretation der de Havilland Beaver wurde das Muster unter dem Namen „Broussard“ (Deutsch: Buschmann) bekannt. Einige Exemplare fliegen noch heute (davon 3 Exemplare in Deutschland) und bieten dabei durch ihr Doppelseitenleitwerk ein ungewöhnliches Flugbild.

Abgeleitet von der kleineren MH-152 war die 1521 die Antwort auf die Forderung des französischen Militärs nach einem Beobachtungs-, Verbindungs-, Aufklärungs- und Transportflugzeug, das speziell auch unter ungünstigen Einsatzbedingungen als Verwundetentransporter dienen sollte. Dabei wurde besonderer Wert auf die Robustheit der Konstruktion gelegt. Hohe Motorleistung, die Auslegung als „Taildragger“ (Spornradfahrwerk) und eine große Flächentiefe verleihen dem Ganzmetalleindecker Kurzstart- und -landeeigenschaften (STOL) auch auf schlechten Pisten.
Die MH.1521 hatte ihren Erstflug am 17. November 1952. Bis 1961 wurden 366 Exemplare gebaut, von denen die meisten in den Militäreinsatz gingen. Während des Algerienkrieges wurden mit der Broussard sogar bewaffnete Kampfeinsätze geflogen. Als Aufklärer mit Zusatztanks konnte die MH.1521 bis zu zehn Stunden in der Luft bleiben.
Nach der Außerdienststellung wurden viele Maschinen in der Landwirtschaft als Sprühflugzeuge eingesetzt. Die enorme Steigleistung und die Schiebetür auf der linken Seite machen die MH.1521 aber auch besonders geeignet für Fallschirmabsprünge.
Mit dem weißen „T“ auf der Tragfläche hat es eine besondere Bewandtnis. Wurde in unbekanntem Gelände gelandet, so war es Aufgabe der ersten gelandeten Besatzung, das Flugzeug so abzustellen, dass das Lande-T auf Tragfläche und Rumpf den nachfolgenden Piloten die Landerichtung anzeigt. Angesichts eines fehlenden Windsacks und Signalgartens, z.B. in der Wüste, war dies eine sehr hilfreiche Einrichtung. So konnte auf Funkverkehr, der den Standort verraten hätte, verzichtet werden.
Der Spritverbrauch der gezeigten Broussard beträgt je nach Belastung und Reisegeschwindigkeit zwischen 80 und 150 Liter pro Stunde.
Die Broussard steht dieser Jahr für Mitflüge zur Verfügung

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